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Ausschreibung & Auswertung

Sie bekommen mehrere Angebote auf den Tisch – zum ersten Mal wirklich vergleichbar, weil für alle Lifthersteller derselbe Leistungsumfang definiert ist.

Warum liegen Offerten ohne Ausschreibung so weit auseinander?

Weil zum Beispiel «Modernisierung» nirgends definiert ist. Die eine Firma tauscht nur die Steuerung und die Signalisation, die andere Steuerung und Signalisation, den Antrieb, den Türantrieb und diverse Verschleissteile. Dazu hat jeder Hersteller verschiedene Produktlinien, von einfach bis hochwertig. Wenn nun einer die günstigste Variante anbietet und der andere eine hochwertigere, sind die Unterschiede vorprogrammiert. Ohne Ausschreibung haben Sie keine Chance, die Angebote zu vergleichen. Und auch wir können dies nicht – die Ausschreibung ist die Basis unserer Arbeit für Sie.

Was ändert sich, wenn die Liftsanierung professionell ausgeschrieben wird?

Zuerst definieren wir gemeinsam das Ziel der Liftsanierung – auf der Basis Ihrer Bedürfnisse und des Zustands Ihres Aufzuges. Danach wird eine umfassende Ausschreibung erstellt, die an geeignete Liftbauer versandt wird. Allfällige Abweichungen im Angebot gegenüber der Ausschreibung müssen vom Liftbauer ausgewiesen werden. So können wir die gesamten Kosten des Projektes abschätzen und gemeinsam einen sauberen Vergabeentscheid treffen.

Ihr Nutzen im Überblick

  • Mehrere vergleichbare, bereinigte Angebote auf einheitlicher Grundlage
  • Sie bekommen, was Sie brauchen, und nicht, was der Liftbauer verkaufen muss
  • Faire und marktgerechte Preise
  • Überschaubare Unterhaltskosten, da die Wartung ebenfalls ausgeschrieben und verhandelt wurde
  • Die sinnvollste Lösung für Ihr Liftprojekt
  • Eine unabhängige und transparente Lösung – Sie bekommen alle Unterlagen

Lohnt sich eine Ausschreibung?

Eine Ausschreibung lohnt sich immer. Zum einen spielt der Markt und Sie bekommen einen fairen Preis für Ihren Lift. Wenn man die gesparten Wartungskosten mit einbezieht, wird unser Honorar praktisch immer eingespart. Dazu sparen Sie viel Zeit und noch mehr Nerven, da wir Sie gegenüber dem Liftbauer vertreten und genau wissen, worauf wir achten müssen. Viel wichtiger ist jedoch, dass Sie die sinnvollste Lösung für Ihr Bedürfnis bekommen und nicht das, was der Liftbauer verkaufen muss.

Wie lange dauert der Ausschreibungsprozess?

ca. 4 Wochen
für die Ausschreibung
ca. 4 Wochen
für die Angebote der Liftbauer
ca. 3–8 Monate
Lieferfrist, je nach Hersteller

Gestartet wird mit der Analyse der Situation vor Ort und der Liftanlage. Auf Basis Ihrer Bedürfnisse und der Erkenntnisse wird die Ausschreibung erstellt. Dies dauert ca. vier Wochen.

Wenn wir Ihre Zustimmung erhalten, wird die Ausschreibung an die Liftbauer weitergeleitet. Diese haben dann ca. vier Wochen Zeit, um die Anlage vor Ort zu begutachten und ihr Angebot einzureichen. Danach folgen die Bereinigung und der Entscheid für einen Anbieter. Das hängt nun von Ihnen ab. Es kann sehr schnell gehen oder auch etwas länger dauern, je nach Situation und Prozess.

Sobald der Entscheid gefallen ist, wird der Liftbauer beauftragt und die Auftragsbestätigung erstellt. Danach folgt die Detailplanung. Sobald alle Details geklärt sind, wird der Aufzug im Werk bestellt und die Lieferfrist beginnt zu laufen. Aktuell betragen die Lieferfristen je nach Hersteller ca. drei bis acht Monate. Falls ein Lift stillsteht, kann der Prozess beschleunigt werden.

Wichtig: Falls Sie einen Wunschtermin haben, wird dieser wenn möglich berücksichtigt.

Was eine Ausschreibung leistet

Die Ausschreibung für ein Liftprojekt ist sehr detailliert. Sie legt fest, was jeder Anbieter zu offerieren hat – und erst dadurch werden die Angebote vergleichbar.

Aufbau einer Ausschreibung

Einleitung
4
Ausgangslage
4
Ziel der Sanierung
4
Angaben zum Vergabeverfahren
5
Anlagedaten Ist-Situation
6
Anlagedaten neu
7
Beschrieb der Aufzugsanlage
8
Optionen
12
Wartung
13
Bauseitige Arbeiten
14

Die Ist-Situation wird vollständig aufgenommen. Fabrikat, Baujahr, Tragkraft, Geschwindigkeit, Haltestellen, Förderhöhe, sämtliche Masse der Kabine, der Türen und die Schachtmasse etc. Diese Angaben sind die Basis für die neue Liftanlage. Zusätzlich mit Feldern, die der Anbieter ausfüllen und vor Ort überprüfen muss.

Wichtige Komponenten werden speziell definiert. Damit Sie bekommen, was Sie brauchen, werden die einzelnen Komponenten ausgeschrieben. Als Beispiel ist es ein grosser Unterschied, ob ein Antrieb mit Getriebe oder getriebelos angeboten wird. Nur so werden die Leistungen und Offerten vergleichbar.

Alternativen werden separat ausgewiesen. Abweichungen zur Ausschreibung müssen kommuniziert werden, zum Beispiel eine Variante mit bestehenden Türen: Die Mehr- oder Minderpreise werden abgefragt, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Die Wartung wird mitausgeschrieben. Teil- und Vollwartung, über fünfzehn Jahre Laufzeit, mit definierten Wartungsintervallen und allen zusätzlichen, versteckten Kosten, wie zum Beispiel die GSM-Gebühren für das Notrufsystem. Sie fliessen in die Bewertung mit ein – das günstigste Angebot ist nicht immer das mit dem tiefsten Kaufpreis, sondern das mit den tiefsten Gesamtkosten.

Die bauseitigen Arbeiten sind vorgegeben. Was bauseitig vom Baumeister, Elektriker und Maler geliefert wird. Dazu eine Zeile, die später viel Geld spart: Was nicht als bauseitig aufgeführt ist, geht zulasten des Liftbauers. Ohne diese Festlegung kommen die Nachträge nach der Vergabe mit Garantie.

Die Zuschlagskriterien sind definiert und auf Ihr Projekt angepasst. Oft sind es: wirtschaftlich günstigstes Angebot, Montagedauer, Kapazität, Qualität, Wartungskosten über fünfzehn Jahre, Qualitätsmanagement etc. Jeder Anbieter weiss von Anfang an, worauf geachtet wird.

Erst wenn alle Liftbauer die gleiche Ausschreibung ausfüllen, lassen sich die Angebote vergleichen. Ohne Ausschreibung vergleichen Sie unterschiedliche Leistungen mit unterschiedlichen Preisen – das macht keinen Sinn.

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